Dorf · Die Krk-Karte
Ein autofreies Dorf auf einem Hügel, voller steinerner Kuriositäten und kleiner Museen, ringsum ein ruhiges Hinterland: ein Geisterdorf, ein riesiger Steinhügel und Kirchen, die in einer Urkunde von 1100 genannt werden.
Diesen Ortsführer auf der Krk-Karte öffnen
Dobrinj liegt rund 200 m hoch über der Bucht von Soline und ist winzig (2021: 89 Einwohner) – gerade das macht seinen Reiz aus. Hier gibt es einen Platz voller gemeißelter Steine, drei kleine Sammlungen, einen Aussichtspunkt Richtung Rijeka und Učka und in der Konoba Zora Šurlice mit Gulasch. Ringsum liegen einige der ruhigsten Dörfer von Krk (Kras, Gabonjin, Sveti Vid) und Dolovo, ein verlassener Weiler im Eichenwald. Das Richtige für neugierige Paare, für Familien, die gern auf Schatzsuche gehen, und für alle, die einen gemächlichen Nachmittag mit Abendessen im Inselinneren suchen; von Vrbnik sind es 20 Minuten. Außerhalb der Saison ist es sehr still, und die Sammlungen öffnen nur auf Anfrage.
Reisezeit: Sammlungen und Galerija Infeld im Sommer (Infeld 3.7.–30.9.); Fest Stipanja am 3. August; die Waldwanderungen sind ganzjährig möglich und im Sommer schattig.
Entlang der „Aleja glagoljaša“, eines etwa 200 m langen Wegs den Hügel hinauf zur Kirche des hl. Petrus in Gabonjin, stehen die Buchstaben des glagolitischen Alphabets.
Tipp: Auf dem Weg nach oben die Kinder ihre Namen auf Glagolitisch buchstabieren lassen.
Ein riesiger Steinhügel auf der Kuševica (311 m) neben den Ruinen der Kirche des hl. Georg (1230). Ein markierter, 250 m langer Weg (etwa 10 Minuten) führt vom Parkplatz am Friedhof von Kras dorthin.
Tipp: Nicht zu viel erwarten: Die einstige Aussicht ist zugewachsen, zu sehen ist ein sehr großer Steinhaufen. Am besten mit Dolovo verbinden. Kras feiert am 13. Juni sein Fest Antonja.
Der steinerne Weiler wurde 1780 erstmals erwähnt und ist heute unbewohnt; erreichbar ist er über einen markierten Waldweg. Die moosbewachsenen Häuser haben noch ihre Treppen und Fensterrahmen. Die leichte, 5,3 km lange Runde „Verzauberter Inselwald“ (KRK HIKE 195) verbindet ihn mit den Ruinen der Mühle Rakovik, der Vela gromača und den Ruinen der Kirche des hl. Georg (1230).
Tipp: Nur von außen ansehen: Die Häuser sind verfallen. Freiwillige aus der Gegend haben im Dezember 2023 eine Aktion „Rettet unser Dolovo“ veranstaltet.
Die Kirche des hl. Vitus in diesem Weiler an der Straße wird in einer glagolitischen Urkunde genannt, die ein gewisser Dragoslav am 1. Januar 1100 ausstellte. Es ist die erste schriftliche Erwähnung von Dobrinj; darin ist auch von „der Straße, die nach Vrbnik führt“ die Rede. Neben der Kirche steht eine Infotafel zur Urkunde.
Tipp: Man fährt hier auf der Straße, die in der Urkunde genannt wird. Der Weiler feiert am 15. Juni das Fest des hl. Vitus.
Auf dem kleinen Platz und rundherum: ein gemeißeltes Steingesicht (Maskaron) von 1738 an einer Hausecke, ein steinerner Pferdekopf, der einst als Längenmaß diente, und zwei Mulden im Stein an der Treppe hinunter zum Park Jardin, in denen die Abgaben auf Getreide und Öl abgemessen wurden. In der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit am Platz zeigen Gemälde über dem Altar Hölle, Fegefeuer und Paradies.
Tipp: Den Kindern die Liste geben und sie jeden Stein selbst suchen lassen; die Getreidemaße sind an der Treppe zum Park Jardin.
Die Sakralsammlung bewahrt ein venezianisches Altartuch aus dem 15. Jahrhundert, das Katarina Frankopan mit Gold bestickt hat, das Reliquiar der hl. Ursula und glagolitische Kapitelbücher. Die ethnografische Sammlung erstreckt sich über das dreistöckige Geburtshaus des Journalisten Ive Sučić. Die Galerija Infeld zeigt bei freiem Eintritt internationale Kunst in einem restaurierten Kapitänshaus.
Tipp: Die Abendöffnung der Galerija Infeld (ab 18 Uhr) passt gut vor das Abendessen im Zora.
Gegenüber dem Glockenturm, bei der Pfarrkirche des hl. Stephanus (erstmals 1100 erwähnt), liegt ein Aussichtspunkt mit Blick über die Bucht von Soline (Meline, Čižići) und hinüber nach Rijeka, Opatija und zur Učka.
Tipp: Er ist nach Nordwesten zur Učka ausgerichtet und liegt deshalb im Abendlicht.
Das klassische Gericht aus dem Inneren der Insel: hausgemachte Šurlice-Nudeln mit Gulasch (oder Meeresfrüchte-Gulasch mit Polenta). Serviert wird in einem Hof mit Lichterketten am Dorfplatz.
Das Fest des hl. Stephanus in Dobrinj: morgens eine Messe in altslawischer (glagolitischer) Tradition, nachmittags Folklore und abends ein Dorffest.
Tipp: Man kommt wegen der Folkloreauftritte; das Abendessen besser anderswo oder sehr früh einplanen.
Eine 8,9 km lange Runde (310 m Aufstieg) ab Dobrinj auf alten Wegen: an einer Steinbrücke, den Resten einer Mühle und mehreren Kapellen vorbei hinunter zur Bucht von Soline mit ihren ehemaligen Salinen und ihrem Schlamm (KRK HIKE 194).
Tipp: Auf halber Strecke in Soline baden, dann zum Abendessen im Zora wieder hinaufsteigen.
Der alte Ortskern ist autofrei; unterhalb des Dorfs parken und die paar Minuten zu Fuß hinaufgehen.
Der Laden in Dobrinj: Di–Sa 7–14 Uhr, So 8–13 Uhr, montags geschlossen; Post Mo–Fr 13:30–15:30 Uhr. Der größere Laden in Kras: Mo 7–14 Uhr, Di–Sa 7–20 Uhr, So 8–13 Uhr.
Außerhalb des Sommers öffnen die Sammlungen auf Anfrage über die Gemeinde (+385 51 848 344, Mo/Mi/Fr 9–14 Uhr).
Jedes Dorf feiert seinen Patronatstag: Kras am 13. Juni, Sveti Vid am 15. Juni, Gabonjin am 29. Juni, Dobrinj die Stipanja am 3. August, Polje am 8. September und Dobrinj noch einmal am 26. Dezember.
Kuratiert von Benjamin Haller und unseren Gästen · Fakten geprüft am 31. Oktober 2026 · So entsteht diese Karte
Die Krk-Karte ist ein Projekt von Marim Luxury Villas, einem Familienunternehmen, das in Stara Baška und Vrbnik Gäste empfängt. Für einen Eintrag auf der Karte bezahlt niemand; Partner und eigene Angebote unserer Kuratoren sind gekennzeichnet. Unsere Villen