Stadt · Die Krk-Karte
Hoch auf der Klippe eine Altstadt mit glagolitischem Erbe, darunter am Ufer eine römische Stadt und unter der Krk-Brücke eine ruhige Bucht: ein bequemer Halt am An- oder Abreisetag.

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Omišalj liegt 80–85 m hoch auf einer Klippe an der Nordspitze der Insel, zehn Minuten vom Flughafen Rijeka. Es ist ein kleines, gewachsenes Städtchen und kein Ferienort: Kirchplatz, Glockenturm aus der Renaissance und ein Park mit Aussichtspunkten über die Kvarner-Bucht. Darunter liegen am Ufer die römische Stadt Fulfinum und eine große Basilika aus dem 5. Jahrhundert; beide sind frei zugänglich und kostenlos, und seit 2026 gibt es digitale Führer auf Deutsch und Englisch. Die industrielle Kulisse (Ölterminal, Flughafen, die Straße zur Brücke) spricht gegen einen ganzen Tagesausflug aus dem Süden der Insel, doch für ein erstes Mittagessen nach der Landung oder ein letztes Bad unter der Brücke vor dem Abflug bietet sich Omišalj an. Der Ort passt zu geschichtsinteressierten Paaren und Familien auf der Durchreise.
Reisezeit: Ganzjährig; auch die Ulikva hat das ganze Jahr geöffnet. Fulfinum-Mirine liegt unter freiem Himmel, der Eintritt ist frei. Römerabende Antički dani Mitte Juli; Klapa-Abend Omišaljska rozeta jedes Jahr am 4. August; Fest Stomorina am 15. August.
Ein kleines, autofreies historisches Zentrum auf der Klippe. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Stomorina) wurde 1213 erstmals erwähnt und birgt ein Triptychon von Jacobello del Fiore aus dem 15. Jahrhundert. Ihren Renaissance-Glockenturm erbauten 1533–1536 Meister Pjero aus Omišalj und Meister Andrij; bezahlt haben ihn die Bürger und die Bruderschaften. Er diente auch als Wachturm gegen osmanische Überfälle, und seine Erbauer hielten die Arbeit in einer glagolitischen Inschrift über dem Eingang fest. Zwei Gassen weiter, in Veli Dvor 11, sitzt tief in der Hauswand ein alter Türsturz, der vor dem Bösen schützen sollte: ein Kreuz in einem Medaillon und eine glagolitische Inschrift von 1535 für den Priester Matija Franović.
Tipp: Das Spomen dom krčkog folklora (Gedenkhaus der Folklore von Krk, Prikešte 20) zeigt Trachten, Schmuck und Instrumente der Insel; der Eintritt ist frei.
Vom Aussichtspunkt an der Klippenkante am Westrand der Altstadt sieht man direkt hinunter auf die Bucht von Omišalj, die Ruinen der Höhenfestung Fortičina und die römische Stätte Fulfinum am Ufer.
Tipp: Erst von hier oben den Grundriss der Basilika von Fulfinum am Ufer suchen, dann hinuntergehen und ihn abschreiten; wer die Anlage von oben gesehen hat, versteht sie leichter.
Der 18.000 m² große Waldpark am Ende der Altstadt wurde 1925 angelegt; Treppen und Wege führen von hier zum Meer hinunter. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über die Kvarner-Bucht, die Bucht von Omišalj, die zwischen den beiden Weltkriegen gebauten Villen und Hotels, Cres und die istrische Küste bis zum Velebit-Massiv.
Tipp: Vom Park aus zu Fuß nach Pesja und Fulfinum hinuntergehen, statt mit dem Auto hin und her zu fahren.
Das römische Fulfinum liegt am Ufer unterhalb von Omišalj: Forum, Thermen, ein Sarkophag und die große frühchristliche Basilika von Mirine. Der Eintritt ist frei. Seit Mai 2026 gibt es interaktive Infosäulen, ein „Infoscope“, VR-Brillen und QR-Codes auf Kroatisch, Englisch, Italienisch und Deutsch, dazu Spiele für Kinder.
Tipp: Mitte Juli sind bei den kostenlosen Antički dani abends mehr als 50 kostümierte Darsteller, Gladiatorenkämpfe und Handwerker auf dem Gelände zu erleben: ein guter Abend für Familien. Die Termine wechseln jedes Jahr.
Der öffentliche Strand von Omišalj am Ende der 3 km langen Bucht, etwa 1 km vom Zentrum und direkt neben der römischen Stätte. Feiner Kies und Sand, sanft abfallend, dazu Kiefernschatten, ein Picknickplatz, Volleyball, ein stufenloser Zugang zum Meer und eine Strandbar.
Tipp: Mit Fulfinum nebenan verbinden: erst baden, dann in der Kühle des frühen Abends über die römische Stätte gehen.
Voz ist der alte Fährhafen unterhalb der Krk-Brücke: ein 200 m langer, sanft abfallender Kieselstrand, dahinter eine weite Wiese mit Schattenbäumen, sehr klares Wasser, in dem auch getaucht wird, und der freie Blick auf die Brücke; außer Mülleimern gibt es keinerlei Infrastruktur. Über der Bucht steht die kleine Kapelle des hl. Josef (1784). Von der Bucht führt ein Weg zum Kap Vošćica, das über den schmalen Tihi-Kanal hinweg dem Festland gegenüberliegt. Dort bauten die Venezianer Ende des 16. Jahrhunderts die Festung Maltempo, um den Kanal zu kontrollieren, und 1875 wurde ein kleiner Leuchtturm in ihre Mauern eingebaut.
Tipp: Zuerst am kostenlosen Parkplatz mit Aussichtspunkt auf der Inselseite der Brücke halten; von dort reicht der Blick hinüber nach Rijeka und Opatija. Wer die Bucht verlässt, schaut an ihrem Ende am besten noch einmal zurück: Von dort gelingt das klassische Foto der Brücke.
Eine Konoba am Altstadtplatz neben der Kirche, eingerichtet mit Erinnerungsstücken an die Fischertradition von Omišalj; auf den Tisch kommen frische heimische Kalmare und Miesmuscheln, Mangold und ein Käsedessert. Sie ist ganzjährig geöffnet.
Tipp: Die heimischen Kalmare mit Mangold bestellen.
Die Altstadt liegt hoch oben auf der Klippe. Die Tanks auf der anderen Seite der Bucht sind Öllager, keine Raffinerie.
Tipp: Omišalj lohnt sich wegen der Altstadt und der Aussicht, nicht als Basis für Strandtage.
Gebührenpflichtige Parkplätze am Rand der Altstadt (einer davon nur in der Saison gebührenpflichtig). Kostenloses Parken in Voz und am Aussichtspunkt bei der Brücke.
Pekara Vrbnik im Zentrum: Mo–Fr 6–19 Uhr, Sa 6–13 Uhr, So 7–13 Uhr. Zwei kleine Lebensmittelläden: Mo–Sa 7–20 Uhr, So 7–12 Uhr. An der Straße zum Flughafen liegt ein Lidl, und im Zentrum gibt es eine Apotheke.
Kostenlose öffentliche Toiletten bei Pesja und in der Altstadt.
Prikešte 13, +385 51 841 042.
Die Brücke ist seit Juni 2020 mautfrei. Wer die Insel verlässt, steht an Sommersamstagen und Sonntagnachmittagen im Stau, und bei starker Bora kann die Brücke zeitweise gesperrt sein. Omišalj ist der letzte Halt vor Brücke und Flughafen.
Kuratiert von Benjamin Haller und unseren Gästen · Fakten geprüft am 31. Oktober 2026 · So entsteht diese Karte
Die Krk-Karte ist ein Projekt von Marim Luxury Villas, einem Familienunternehmen, das in Stara Baška und Vrbnik Gäste empfängt. Für einen Eintrag auf der Karte bezahlt niemand; Partner und eigene Angebote unserer Kuratoren sind gekennzeichnet. Unsere Villen